HouseSense

Speichert ein LiDAR-Scan Bilder meiner Wohnung?

Nein — was HouseSense nach einem Scan speichert, ist eine Liste von Wänden, Türen, Fenstern und Möbeln mit Maßen, nicht das Video der Kamera.

Kurz gesagt: Nein. Die Kamera ist während eines LiDAR-Scans eingeschaltet, aber was HouseSense danach speichert, ist eine Beschreibung des Raums: wo die Wände stehen, wie hoch sie sind, wo Türen und Fenster sitzen und welche Möbeltypen erkannt wurden — alles mit Maßen. Es wird kein Video gespeichert, und es gibt keine Fotografien in der Datei, es sei denn, Sie drücken selbst auf den Kamera-Knopf, um ein Bild zum Raum aufzunehmen.

Was die Kamera tut und was übrig bleibt

Während eines LiDAR-Scans nutzt das iPhone sowohl den Laser-Entfernungsmesser als auch die Kamera. Der Laser misst mehrmals pro Sekunde die Entfernung zu Flächen; die Kamera hilft dabei, den Standort des Telefons selbst zu verfolgen und zu erkennen, ob etwas eine Tür, ein Fenster oder ein Tisch ist. Das geschieht, während Sie scannen.

Wenn der Scan endet, ist das Ergebnis kein Videoclip. Es ist eine strukturierte Liste: eine Reihe von Wänden mit Position, Ausrichtung, Länge und Höhe; eine Reihe von Öffnungen mit ihren Maßen und ihrer Position an der Wand; und eine Reihe erkannter Objekte mit einem Typ und einem umgebenden Rahmen. Diese Liste speichert HouseSense — und aus ihr werden auch der Grundriss, die Flächen und das 3D-Modell aufgebaut.

Praktisch bedeutet das: Ein gespeicherter Scan kann nicht wie eine Rundtour „abgespielt" werden. Es gibt darin keine Bilder zum Abspielen. Man kann die Form des Raums sehen, nicht seinen Inhalt.

Deshalb sieht das 3D-Modell nicht aus wie Ihre Wohnung

Viele sind überrascht, dass das 3D-Modell ihrer Wohnung sauber und schematisch aussieht statt wie ein Foto. Das ist keine Einschränkung, die behoben werden müsste — es ist die direkte Folge davon, dass keine Bilder gespeichert werden. Die Wände werden als Flächen in der Farbe gezeichnet, die Sie selbst wählen. Die Möbel werden als einfache Formen anhand ihres Typs und ihrer Maße gezeichnet, nicht als Abbilder Ihrer tatsächlichen Möbel.

Darin steckt ein Punkt, der es wert ist, erwähnt zu werden: Ein Modell, das keine Bilder enthält, kann den Inhalt Ihrer Wohnung nicht preisgeben. Teilen Sie das Modell mit einem Käufer, teilen Sie die Geometrie des Hauses — nicht Ihre Sachen, Ihre Bücher, Ihre Familienfotos oder den Wäschekorb, der offen herumstand.

Fotografien: nur die, die Sie selbst aufnehmen

HouseSense kann Fotos zu einem Raum speichern, aber das ist eine bewusste Handlung Ihrerseits: Sie machen ein Bild und verknüpfen es mit dem Raum, meist als Dokumentation von etwas, das Sie sich merken möchten. Diese Bilder liegen als gewöhnliche Bilddateien im Bereich der App und werden zusammen mit dem Rest der Wohnung mit Ihrer eigenen privaten iCloud synchronisiert.

Haben Sie keine Fotos gemacht, gibt es keine. Es wird keine verborgene Ebene von Standbildern aus dem Scan gespeichert.

Das spielt auch beim Teilen eine Rolle: Die Kopie, die ein Käufer mit einem Freigabe-Code erhält, enthält die Zeichnungen und Zahlen der Wohnung — aber nicht Ihre Fotos und nicht Ihre Notizen. Diese beiden Dinge verlassen das Haus absichtlich nicht.

Was sich tatsächlich aus einem Scan ablesen lässt

Ehrlichkeit geht in beide Richtungen, also hier, was ein gespeicherter Scan jemandem, der ihn sieht, tatsächlich mitteilen kann:

Der Grundriss mit der Position der Fenster ist die Information, über die man nachdenken sollte, wenn ein Scan das Haus verlassen soll. Für eine Wohnung, die ohnehin mit Grundriss im Exposé zum Verkauf steht, ist das nicht dramatisch. Anders sieht es bei einer Wohnung aus, die nicht öffentlich inseriert ist.

Wo der Scan liegt, wenn er fertig ist

In HouseSense bleibt der Scan an zwei Orten liegen: lokal auf dem Gerät und in Ihrer eigenen privaten iCloud unter Ihrer eigenen Apple-ID. Es gibt kein Konto und keinen Server beim App-Anbieter, sodass der Scan nirgendwo bei einem Dienst hochgeladen wird und niemand ihn nachschlagen kann. Das gilt auch für die Fotos, die Sie selbst gemacht haben — sie teilen das Schicksal des Rests der Wohnung.

Wollen Sie einen Scan vollständig entfernen, löschen Sie die Wohnung in der App. Dann verschwinden sowohl die lokale Kopie als auch der Eintrag in Ihrer privaten iCloud.

Die Alternative, bei der die Kamera gar nicht im Spiel ist

Soll überhaupt keine Kamera beteiligt sein, kann die Wohnung gezeichnet statt gescannt werden. HouseSense kann die Wohnung mit dem Finger auf einem Millimeterpapier zeichnen: Wände werden nach Maß gesetzt, Türen und Fenster platziert, und Sie erhalten dieselben Flächen, dasselbe Aufmaß und dasselbe 3D-Modell wie bei einem Scan.

Das ist der naheliegende Weg in Situationen, in denen es sich falsch anfühlen würde, das Telefon zu heben: eine Wohnung, die Sie mieten, ein Zimmer bei jemand anderem, oder ein Zuhause, in dem jemand nicht gefilmt werden möchte. Sie messen mit dem Zollstock und zeichnen anschließend — das Ergebnis auf dem Papier ist dasselbe.

Kurz zusammengefasst

Ein LiDAR-Scan in HouseSense nutzt die Kamera unterwegs, speichert aber eine Beschreibung des Raums — Wände, Öffnungen und Möbeltypen mit Maßen —, kein Video und keine Bilder. Fotos existieren nur, wenn Sie sie selbst aufnehmen, und sie werden nicht mitgeteilt, wenn Sie die Wohnung mit einem Käufer teilen. Der Scan liegt auf Ihrem Gerät und in Ihrer eigenen privaten iCloud und kann vollständig in der App gelöscht werden.

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Diese Artikel sind allgemeine Hinweise, keine Beratung zu deiner konkreten Wohnung. Regeln zu Flächen, Bauarbeiten und Genehmigungen unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich — frage vor jeder Entscheidung die Behörden oder eine Fachperson.