Wie viel Farbe braucht man für eine Tür und eine Zarge?
Eine gewöhnliche Innentür mit Zarge hat rund 5 m² zu streichende Fläche auf beiden Seiten. Zwei Anstriche verbrauchen typischerweise 1–1,5 Liter Holzfarbe.
Kurz gesagt: Eine gewöhnliche Innentür von 0,90 × 2,05 m hat rund 3,9 m² Fläche, wenn beide Seiten und die Kanten mitgezählt werden. Die Zarge mit Verkleidung kommt mit rund 1,2 m² obendrauf. Bei zwei Anstrichen ergibt das etwa 10 m² gestrichene Fläche und damit 1–1,5 Liter Holzfarbe pro Tür mit Zarge. Ein 2,5-Liter-Eimer reicht typischerweise für 2–3 Türen mit Zarge in zwei Anstrichen.
Das Türblatt: beide Seiten plus die Kanten
Eine gewöhnliche Innentür misst im Türblatt selbst rund 0,90 × 2,05 m. Messen Sie Ihre eigene Tür nach — Türmaße unterscheiden sich von Land zu Land und je nach Baujahr. Die Rechnung besteht aus drei Teilen:
- Vorderseite: 0,90 × 2,05 = 1,85 m².
- Rückseite: 1,85 m².
- Die vier Kanten: Der Umfang beträgt (0,90 + 2,05) × 2 = 5,90 m, und das Türblatt ist meist 4 cm dick. 5,90 × 0,04 = 0,24 m².
Insgesamt 3,94 m², gerundet auf 3,9 m². Die Kanten wirken auf dem Papier unbedeutend, aber sie sind es, die am längsten dauern — und sie brauchen einen dünnen, sorgfältigen Anstrich, sonst läuft die Farbe an der Fläche herunter.
Hat die Tür Füllungen oder ist sie mit Profilen geprägt, ist die tatsächliche Oberfläche größer als die 3,9 m² — rechnen Sie bei einer Füllungstür mit 10–20 % mehr, weil Pinsel oder kleine Rolle in jedes Profil hineinreichen müssen.
Die Zarge und die Türverkleidung
Die Zarge ist der Rahmen, in dem die Tür hängt, und die Türverkleidung sind die Leisten, die den Übergang zur Wand abdecken. Sie werden getrennt berechnet, weil sie in verschiedene Richtungen zeigen.
Innenfläche der Zarge: drei Seiten — links, rechts und oben. Laufende Länge: 2,05 + 2,05 + 0,90 = 5,0 m. Die Zargentiefe entspricht der Wandstärke, typischerweise 11–12 cm bei einer Innenwand. 5,0 × 0,115 = 0,58 m².
Die Verkleidung: dieselben 5,0 laufenden Meter, aber auf beiden Seiten der Wand, also 10 m. Eine gewöhnliche Verkleidungsleiste ist 5–7 cm breit. 10 × 0,06 = 0,60 m².
Zarge und Verkleidung insgesamt: ca. 1,2 m².
Tür plus Zarge ergeben damit 3,9 + 1,2 = 5,1 m². Zwei Anstriche: 10,2 m² gestrichene Fläche.
Von Quadratmetern zu Litern
Holzfarbe für Türen, Zargen und Leisten wird meist mit 8–12 m² pro Liter pro Anstrich angegeben. Aber bei schmalen Bauteilen reicht sie kürzer, als die Zahl verspricht: Es wird gepinselt, nicht gerollt, der Pinsel hält Farbe zurück, und auf den Kanten wird dicker aufgetragen als auf Flächen. Rechnen Sie mit dem unteren Ende der Spanne.
10,2 m² ÷ 8 m² pro Liter = 1,3 Liter. Mit Verlust und Pinselverbrauch: 1,5 Liter pro Tür mit Zarge. Wenn Sie nur eine Seite der Tür streichen, halbiert sich das Türblatt, und Sie landen bei rund 0,8 Litern.
Praktischer Einkauf: Holzfarbe wird meist in Eimern zu 0,75, 2,5 und 5 Litern verkauft. Ein 0,75-Liter-Eimer reicht für eine Seite einer Tür plus Zarge. Müssen Sie eine ganze Tür auf beiden Seiten streichen, kaufen Sie 2,5 Liter. Müssen Sie alle Türen einer Wohnung streichen — sagen wir fünf Türen mit Zargen —, sind das 5 × 10,2 = 51 m² gestrichene Fläche, also 6–7 Liter: kaufen Sie 5 Liter plus 2,5 Liter, oder zwei 5-Liter-Eimer, wenn auch Leisten dazukommen.
Fußleisten, solange Sie schon dabei sind
Leisten werden mit derselben Farbe wie die Zargen gestrichen und in der Rechnung immer vergessen. Die Fläche pro laufendem Meter ist die Höhe der Leiste plus ihre Dicke — die Oberseite und die Vorderseite sind das, was man sieht.
Beispiel: Ein Raum von 4,20 × 3,60 m hat 15,6 m Umfang. Ziehen Sie die Türöffnung von 0,90 m ab: 14,7 laufende Meter Leiste. Eine gewöhnliche Fußleiste von 12 cm Höhe und 1,5 cm Dicke ergibt 0,12 + 0,015 = 0,135 m² pro laufendem Meter. 14,7 × 0,135 = 2,0 m². Zwei Anstriche: 4,0 m² — also 0,4–0,5 Liter pro Raum.
Faustregel: Ein 0,75-Liter-Eimer Holzfarbe reicht für die Fußleisten in einem gewöhnlichen Zimmer bei zwei Anstrichen, mit etwas übrig.
Die Vorbehandlung entscheidet, ob zwei Anstriche reichen
Türen und Zargen sind die Flächen im Haus, bei denen die Vorbehandlung am meisten zählt, weil sie berührt, getreten und angeschlagen werden.
- Bereits gestrichen, glänzende Oberfläche: Schleifen Sie die Oberfläche matt, bevor Sie streichen. Neue Farbe haftet nicht auf glänzender, alter Farbe — sie blättert bei der ersten Berührung mit dem Fingernagel ab. Waschen Sie außerdem mit Grundreiniger ab; Türen und besonders Zargen in Küche und Flur sind fettig.
- Unbehandeltes Holz: Grundieren Sie zuerst. Unbehandelte Kiefer saugt ungleichmäßig, und Astlöcher schlagen gelb durch — die brauchen eine Sperrgrundierung, sonst können Sie drei Schichten Weiß streichen und sie trotzdem noch sehen.
- Neue, werksgrundierte Tür: leicht anschleifen, danach zwei Anstriche. Die Werksgrundierung ist genau dafür gemacht.
Die Grundierung zählt als eigenständiger Anstrich im Verbrauch, braucht aber meist weniger pro Quadratmeter als die Deckfarbe: rechnen Sie mit 8–12 m² pro Liter.
So finden Sie die Anzahl der Türen und Zargen, ohne herumzulaufen und zu zählen
Die Rechnung pro Tür ist einfach; es ist die Anzahl, die untergeht, wenn eine ganze Wohnung gestrichen werden soll. HouseSense erstellt ein Fenster- und Türverzeichnis aus der Geometrie der Wohnung selbst — jede Öffnung mit ihren Maßen, Raum für Raum — egal ob die Wohnung mit dem LiDAR des iPhones gescannt oder auf Millimeterpapier in der App gezeichnet wurde. Das Verzeichnis lässt sich als PDF weitergeben, wenn ein Maler ein Angebot abgeben soll.
Von dort ist der Rest Kopfrechnen: 5,1 m² pro Tür mit Zarge, mal zwei Anstriche, mal Anzahl der Türen, geteilt durch 8 m² pro Liter.