HouseSense

Welche Dateien bekomme ich aus einem Wohnungsscan?

Drei Arten: der Grundriss (PDF und DXF), das Modell (OBJ, STL, PLY, glTF, GLB, DAE, USDZ) und die rohen Messpunkte (PLY, XYZ, PTS, LAS) — die Wahl hängt allein davon ab, wer die Datei öffnen soll.

Kurze Antwort: Ein Wohnungsscan liefert drei Arten von Dateien. Der Grundriss — PDF für alle, die lesen und drucken wollen, DXF für alle, die in CAD weiterzeichnen. Das Modell — OBJ, STL, PLY, glTF, GLB, DAE oder USDZ, je nachdem, welches Programm der Empfänger hat. Die Messungen — die Punktwolke in PLY, XYZ, PTS oder LAS, die rohen LiDAR-Punkte ohne Interpretation. Dazu kommen Berichte als PDF: Aufmaß pro Raum, Flächen, Budget und ein Fenster- und Türschema.

Die drei Dateiarten — und warum sie sich nicht gegenseitig ersetzen

Die Formatwahl fällt leichter, wenn man weiß, dass drei ganz unterschiedliche Dinge im Spiel sind:

Ein Architekt möchte den Grundriss. Ein 3D-Drucker möchte das Modell. Ein Vermessungsingenieur oder ein Prüfingenieur möchte die Messungen. Schicken Sie das Falsche, bekommen Sie eine Rückfrage statt einer Antwort.

Der Grundriss: PDF und DXF

PDF ist der Grundriss als festes Bild. Es sieht auf allen Geräten gleich aus, lässt sich maßstabsgetreu drucken (in 1:50 oder 1:100), erfordert kein Programm und kann nicht aus Versehen verändert werden. Das ist die Datei, die Sie an einen Handwerker schicken, der ein Angebot abgeben soll, an die Bank, an die Versicherung und an Ihren Partner.

DXF ist der Grundriss als Vektoren: Jede Wand ist eine Linie mit echten Koordinaten, sortiert in benannte Ebenen — Außenwand, Innenwand, Tür, Fenster, Öffnung, Raumname, Fläche, Möbel. Das ist die Datei, die Sie an einen Architekten, ein Planungsbüro oder eine Küchenfirma schicken, die weiterzeichnen sollen. DXF ist Autodesks eigenes, offenes Austauschformat und wird von AutoCAD, Revit, ArchiCAD, SketchUp und LibreCAD gelesen.

Fragt jemand nach DWG, lautet die Antwort DXF. DWG ist Autodesks geschlossenes Binärformat ohne freie Spezifikation, und das kann eine App auf einem Telefon in der Praxis nicht schreiben.

Das Modell: sieben Formate, drei Entscheidungen, die zählen

Das 3D-Modell lässt sich in vielen Formaten schreiben, aber in der Praxis treffen Sie nur drei Entscheidungen:

Dazu drei Sonderfälle: STL für den 3D-Druck (kann überhaupt keine Farben tragen), DAE für SketchUp und ältere CAD-Programme, und PLY, wenn das Modell als gescannte Daten mit Farbe pro Eckpunkt behandelt werden soll.

Die Messungen: die Punktwolke in vier Formaten

Die Punktwolke ist die Rohausgabe des Scans: Hunderttausende von Punkten mit Position und Farbe. Es gibt keine Wände und keine Räume in einer Punktwolke — nur Punkte, die dort liegen, wo die Oberflächen waren.

Achten Sie auf die Ausrichtung: Grafikprogramme gehen meist davon aus, dass Y nach oben zeigt, während Vermessungswerkzeuge erwarten, dass Z nach oben zeigt. Kommt das Haus liegend an, ist fast immer das der Grund. HouseSense schreibt PTS und LAS deshalb mit Z nach oben, während PLY und XYZ so ausgerichtet sind wie das 3D-Modell.

Die Berichte: das, was keine Geometrie ist

Ein großer Teil des Werts eines Wohnungsscans liegt nicht in Dateien mit Formen, sondern in Zahlen auf Papier. Sie werden als PDF geliefert, weil sie druckbar, archivierbar und einer Angebotsanfrage beifügbar sein müssen:

In HouseSense wählen Sie selbst Räume und Inhalt, bevor der Bericht zusammengestellt wird — und Sie können wählen, in welcher Sprache die PDFs geschrieben werden, falls der Handwerker Ihre Sprache nicht liest.

Was Sie an wen schicken

Geben Sie immer Einheit, Maßstab und Messmethode an

Drei Zeilen in der E-Mail verhindern die Fehler, die sonst Tage kosten:

  1. Die Einheit. „DXF in Metern" oder „das Modell ist in Metern". Eine Datei, die in der falschen Einheit gelesen wird, macht das Haus 4 cm oder 4 km breit.
  2. Der Maßstab. „PDF in 1:50, drucken bei 100 %, nicht an Seite anpassen."
  3. Wie gemessen wurde. „Selbst aufgemessen mit LiDAR-Scan auf dem iPhone am [Datum], Innenmaße." So weiß der Empfänger, worauf er aufbauen kann und was nachgemessen werden sollte.

Der letzte Punkt ist auch eine Frage der Ehrlichkeit. Ein Aufmaß eines Eigentümers ist eine gute Arbeitsgrundlage, aber es ist kein Aufmaß eines professionellen Vermessungsingenieurs — und es entscheidet nie, ob eine Wand tragend ist. Diese Frage gehört zu einem Bausachverständigen oder einem beratenden Ingenieur, ganz gleich, in wie vielen Dateiformaten der Grundriss vorliegt.

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Diese Artikel sind allgemeine Hinweise, keine Beratung zu deiner konkreten Wohnung. Regeln zu Flächen, Bauarbeiten und Genehmigungen unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich — frage vor jeder Entscheidung die Behörden oder eine Fachperson.