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Was ist eine Halbwand, und wofür eignet sie sich?

Eine Halbwand ist eine Wand, die nicht bis zur Decke reicht — meist 90 bis 120 cm hoch. Sie teilt den Raum optisch, ohne Licht und Luft auszusperren.

Kurze Antwort: Eine Halbwand (auch Brüstungswand oder niedrige Trennwand genannt) ist eine Wand, die ein Stück unter der Decke endet — typisch in 90–120 cm Höhe, also Arbeitsplattenhöhe oder etwas darüber. Sie wird genutzt, um einen großen Raum zu unterteilen, ohne Licht, Luft und Sichtbeziehungen zu blockieren: zwischen Küche und Essplatz, als Rückenlehne hinter einem Sofa, entlang einer Treppe oder als Sichtschutz für einen Flur. Eine Halbwand ist so gut wie nie tragend, aber das muss trotzdem von einer Fachperson geklärt werden, wenn sie eine bestehende Wand ersetzt. HouseSense zeichnet Halbwände als echte Wände mit Höhe und Länge, sodass Flächen und Aufmaß stimmen.

Was eine Halbwand ist

Eine Halbwand ist eine ganz normal aufgebaute Wand — meist ein Holz- oder Stahlständerwerk mit Gipskartonbeplankung, oder eine gemauerte Wand —, die einfach nicht bis nach oben geführt wird. Sie endet frei in der Luft mit einer Abschlusskante, oft mit einer Platte oder einer Holzleiste obenauf. Alles oberhalb der Halbwand steht offen bis zur Decke.

Der Begriff wird etwas locker verwendet. Manche nennen auch eine Wand, die nur halb in den Raum hineinragt, eine Halbwand — also ein Wandstumpf, der von einer Querwand absteht und daneben eine Öffnung freilässt. Beide Varianten dienen demselben Zweck: eine Grenze zu markieren, ohne den Raum zu schließen.

Die typische Höhe liegt zwischen 90 und 120 cm. Das ist kein Zufall: 90 cm ist die Standardhöhe einer Arbeitsplatte in einer Küche (meist 90–92 cm inklusive Arbeitsplatte), und 100–110 cm ist die Höhe, bei der man im Stehen nicht über die Kante sehen kann, aber problemlos darüber hinweg reden kann.

Die sechs Stellen, wo eine Halbwand am meisten Sinn ergibt

Was eine Halbwand NICHT kann

Es lohnt sich, klar zu wissen, worauf man verzichtet, wenn man eine Halbwand statt einer vollen Wand wählt:

Die Maße der Halbwand — die Zahlen, die Sie festlegen müssen

Es gibt vier Zahlen, und sie sollten auf der Zeichnung stehen, bevor jemand Material bestellt:

  1. Die Höhe. 90–92 cm, wenn sie mit einer Küchenarbeitsplatte fluchten soll. 100–110 cm, wenn sie Unordnung in normaler Stehhöhe verdecken soll. Über 130 cm wirkt sie wie eine volle Wand, die gekürzt wurde, unter 80 cm wirkt sie wie ein Möbelstück.
  2. Die Dicke. Eine leichte Halbwand aus Holzständerwerk mit Gipskarton auf beiden Seiten wird typisch 10–13 cm dick. Soll ein Abflussrohr verdeckt werden, rechnen Sie mit 15–20 cm. Soll sie eine auskragende Arbeitsplatte tragen, sind 12 cm ein vernünftiges Minimum.
  3. Die Länge — und vor allem die Öffnung daneben. Selten ist es die Halbwand selbst, die bestimmt, wie der Raum funktioniert; es ist der Durchgang, den sie übrig lässt. Rechnen Sie mit mindestens 90 cm freiem Durchgang, besser 100–120 cm, wenn zwei Personen mit einem Topf aneinander vorbeikommen müssen.
  4. Der Überstand oben. Soll eine Platte aufliegen, legen Sie fest, wie weit sie zu jeder Seite übersteht. 3–5 cm ergeben einen sauberen Schattenwurf; 25–30 cm ergeben eine Bar mit Platz für die Beine.

Rechenbeispiel: Ein Raum ist 5,40 m breit. Sie möchten eine Halbwand zur Küche und einen Durchgang daran vorbei. Eine Halbwand von 3,00 m und ein Durchgang von 1,00 m beanspruchen 4,00 m — dann bleiben 5,40 − 4,00 = 1,40 m übrig, die Sie für einen Schrank oder einen breiteren Durchgang nutzen können. Genau diese Rechnung entscheidet, ob eine Halbwand funktioniert, und sie lässt sich auf der Zeichnung machen, lange bevor jemand eine Gipskartonplatte kauft.

So zeichnen Sie die Halbwand, bevor Sie sie bauen

Eine Halbwand ist leicht zu bauen und schwer zu bereuen: Sie sitzt fest im Boden, und der Boden muss ausgebessert werden, wenn sie versetzt wird. Deshalb ist es eine der Änderungen, die sich am meisten lohnt, zuerst auf Papier zu testen.

In HouseSense zeichnen Sie die Halbwand als echte Wand mit Länge und Dicke in den Grundriss ein — und weil die App mit Innenmaßen rechnet, sehen Sie sofort, wie breit der verbleibende Durchgang wird. In HouseSense können Sie direkt im Grundriss Wände zeichnen und entfernen, auch Halbwände, und die Änderung als Szenario-Ebene über die Wohnung legen, wie sie heute ist. So vergleichen Sie "wie das Haus ist" mit "wie das Haus werden könnte", ohne einen Hammer anzufassen.

Im 3D-Modell sehen Sie, was die Halbwand mit dem Licht macht: Eine Halbwand lässt Tageslicht aus dem Küchenfenster bis ins Wohnzimmer weiterreichen, wo eine volle Wand es stoppen würde. Das ist oft der eigentliche Grund, warum Menschen sich für eine Halbwand entscheiden — und es lässt sich an einem Modell mit echtem Sonnenlicht leichter beurteilen als im Kopf.

Eine Sache können weder die Zeichnung noch das 3D-Modell beantworten: ob die Wand, die die Halbwand ersetzen soll, etwas trägt. Das muss eine Fachperson vor Ort entscheiden. Die App kann die Wand vermessen; sie kann nicht bestimmen, was sie trägt.

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Diese Artikel sind allgemeine Hinweise, keine Beratung zu deiner konkreten Wohnung. Regeln zu Flächen, Bauarbeiten und Genehmigungen unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich — frage vor jeder Entscheidung die Behörden oder eine Fachperson.